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May 15th 2013

24h Pflege

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Wie die 24h-Pflege ihren Kosten gerecht wird

Das Bedürfnis von Pflegekräften besteht in Deutschland schon seit Ende des 20ten Jahrhunderts. Das 24h-Pflegemodell ist mittlerweile ein eingebürgertes System, das individuelle Betreuung von Senioren oder Rehabilitationspatienten bietet. Allerdings hat das Modell auch einen negativen Aspekt für die Nachfrager: Die Kosten sind im Vergleich zu anderen Pflegearten offensichtlich höher. Weshalb lohnt sich 24-Pflege trotzdem für Patienten und ihre Angehörige und wie zahlt sich die Rechnung aus?

24 Stunden Pflege: Die individuellste der Dienstleistungen

Was ist persönlicher, als eine einzelne Ansprechperson zu haben, auf die man sich Tag und Nacht verlässt? Die Pflegekräfte erfüllen in ihrer Aufgabe nicht nur die Körperpflege des Patienten oder etwa den Haushalt, sondern sie bieten ihrem „Schützling“ viel mehr. Eine Pflegeperson passt sich ihrem Patienten an, finden individuelle Wege, an den Patienten heranzutreten und durch Interaktion gemeinsam Ziele zu schaffen. Oft entstehen Freundschaften zwischen Patient und Pfleger, der Austausch vermittelt dem Patienten das Gefühl von Sicherheit und motiviert zur Selbständigkeit, denn das ist auch das Ziel der 24h-Pflege. Nicht etwa, dass der Patient bis ans Ende seiner Tage eine verantwortungsvolle Pflege bekommt, sondern dass der Patient möglichst schnell Anschluss findet und bald selbst entscheidet, was und wie für ihn in Frage kommt. Die Rehabilitation der Patienten steht für Pflegekräfte und die vermittelnden Unternehmen im Vordergrund, 24h-Pflege bietet die beste Möglichkeit, dies persönlich und am kompetentesten zu erreichen.

Kompetentere Pflegekräfte

Pflegekräfte, die rund um die Uhr für ihre Patienten verantwortlich sind bringen viel mehr mit als Engagement. Sie können mit vertieftem Fachwissen strahlen, das ihnen dabei hilft auch in schwierigen Situationen die kompetenteste Betreuung zu bieten und ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Sie bringen Zeit und endlose Geduld, denn nicht nur muss sich der Patient an den neuen Wegbegleiter gewöhnen, sondern auch erfordert es Kraft und Zeit für den Betreuer den richtigen Draht zum Patienten zu finden, auch wenn es vielleicht vom ersten Eindruck aussichtslos erscheint. Damit müssen sich die Pfleger auch in sozialer Kompetenz beweisen, gute Gesprächspartner sein und viel Mitfühlvermögen und Verständnis mitbringen. Die Aufgabe der Pflegekraft ist nicht nur das mechanische in ihrem Job sondern vor allem mentale Unterstützung ihrer Patienten, die sie in Form von Gesprächen und Spaziergängen geben können.
Vor allem das Einstellen von polnischen Arbeitskräften wurde durch Unternehmen in der Pflegevermittlungsbranche als eine geläufige Alternative verbreitet. Die Pflegekräfte aus Polen kommen mit Zug oder Reisebus angereist und ziehen in die Unterkunft der zu betreuenden Person ein, wohnen, essen und schlafen gemeinsam mit ihrem Patienten, bieten kulturellen Austausch durch ihre Herkunft, was für die Patienten von besonderer Attraktivität sein kann. Durch gegenseitige Offenheit kann der Zugang zueinander schneller gefunden werden und die Rehabilitationsphase verkürzt sich unter Umständen.

Kosten und Förderung

Für diese individuelle, verantwortungsvolle und sehr persönliche Pflege wird auch ein entsprechender Preis erwartet. Dieser liegt durchschnittlich bei 50 bis 60 Euro pro Tag. Das ist ein für einige Haushalte undenkbarer Betrag. Doch der Staat hilft mit. Seit der Abschaffung der Praxisgebühr im Januar 2013 hat das Gesundheitswesen mehr Mittel und stellt Beträge für Pflege-bedürftige Patienten zur Verfügung, darunter Pflegesachleistungen aber auch ein monatlicher Pflegegeldanteil. Damit wird der Preis des 24h-Pflegesystems relativiert und die meisten bedürftigen Haushalte können auch auf diese Alternative zugreifen.

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